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Tierschutzverein News

Zum Verzweifeln: Das Problem der verwilderten Hauskatzen

Verwilderte Hauskatzen, die frei leben und nicht auf den Menschen geprägt sind, sind extrem scheu.             

Ihre Unterschlüpfe sind selten ausfindig zu machen und ihren Nachwuchs verstecken sie die ersten Wochen so erfolgreich, dass auch bei den Jungen eine rechtzeitige Sozialisierung mit den Menschen kaum stattfinden kann.

Zum Glück gibt es viele Tierfreunde, die solche scheue Katzen regelmäßig füttern, über das Futter sogar Medikamente verabreichen oder versuchen, das Vertrauen der Tiere zu gewinnen, in der Hoffnung, sie vielleicht einmal einfangen zu können, um sie kastrieren zu lassen.
Nicht selten hört diese Tierliebe aber auf, wenn aus einer weiblichen Katze auf einmal eine hungrige Familie geworden ist. Plötzlich stören die Tiere und werden zu einem Problem. Nun wird der Tierschutzverein gerufen, der möglichst schnell seines Amtes walten soll, damit die Katzen verschwinden.

Was Sie unbedingt wissen müssen:

Tierärzte, Fachleute und der Gesetzgeber sind sich einig, dass das Einsperren verwilderter Katzen im Tierheim ein unvorstellbares Martyrium für die Tiere bedeutet und aus tierschützerischer Sicht abzulehnen ist.
Für eine Katze, die nicht domestiziert ist, und sich immer frei bewegen konnte, bedeutet die Haltung unter den im Tierheim üblichen räumlichen Verhältnis-sen ohne Einhaltung der Flucht-distanz ein „großes Leiden“ bzw. wird sie in „schwere Angst“ versetzt, was den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit nach den §§ 13 und 16 (1) des Österr. Bundestierschutzgesetzes erfüllt.

Scheue, verwilderte Katzen lassen sich im Tierheim weder angreifen, untersuchen noch behandeln - ganz abgesehen davon, dass sie mit diesem bedauernswerten Verhalten leider auch keinen neuen Platz bei Tierfreunden finden können.

Dazu kommt, dass Stress durch Leiden, Angst und Panik das Immunsystem schwächt, wo-durch der Ausbruch und die Verbreitung von Infektions-krankheiten begünstigt werden, bis hin zu stressbedingten Todesfällen - so die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz(D).


Welche Lösung gibt es also??
Wichtig ist es, die unkontrollierte Vermehrung der Katzen zu stoppen.
Das wirklich tiergerechte Ver-fahren hierzu ist das Einfangen im kastrierfähigem Alter in einer ungefährlichen Katzen-falle, das Kastrieren durch einen Tierarzt und die anschließende Freiset-zung in der gewohnten Um-gebung, sofern die Tiere dort weiterhin Futter und Unter-schlupfmöglichkeit finden.

Jungtiere von verwilderten Katzen dürfen nur bis zu einem Alter von höchstens 10-12 Wochen von Tierheimen angenommen werden, da eine Sozi-alisierung bei älteren Tieren kaum mehr möglich ist.

Zur Erinnerung an alle Katzenbesitzer:

Hauskatzen, die Zugang ins Freie haben, sind laut Bundestier-schutzgesetz kastrieren zu lassen!

Schützen Sie Ihr Tier vor ungewollter Deckung und zur Ver-meidung immer neu entstehender Populationen von verwilderten, oft kranken Katzen.

Leider gibt es unter unseren Mitbürgern auch solche, die das österr. Gesetz nicht kennen und denen ein verantwortungsvoller Umgang mit Tieren fremd ist.
Meist werden dort Katzen sich selbst überlassen, vermehren sich, werden zu wenig oder gar nicht gefüttert und wandern auf Nahrungssuche umher.

Helfen Sie uns bei dieser Aufklärung!! Das bittet Sie im Namen unseres Vereins und der unzähligen armen Katzen

Susi Hielle, ObmannStv




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